Sakrale Kunst

Priester- und Diakonengewand der im Burgenland lebenden Künstlerin Marita Makowitschka zeichnen sich aus durch Weiterentwicklung traditionell europäischer Vorbilder und Öffnung hin zu globaler Inspiration. Sie zeigen sich auf der Höhe zeitgemäßer Gestaltung und Verarbeitung.

Grundausstattung für beide Gewänder ist die reinseidene Alba, die mit geöffneter Seite fernöstliche Funktionalität und Ästhetik zitiert, und das zweischichtige Skapulier, welches – in der jeweiligen liturgischen Farbe und weiß unterlegt – die europäisch-monastische Tradition ins Gedächtnis ruft.

Das Skapulier wurde bekanntlich auch als Devotionszeichen Dritter Orden und frommer Vereinigungen getragen. Es könnte diese Grundausstattung des Priester- und Diakongewandes zugleich als liturgisches Gewand für die Laiendienste seine Anwendung finden und damit die Verbundenheit auf Grund der gemeinsamen Taufe zum Ausdruck brinden.

Die eindeutige Zuordnung zum Ordo ist beim Diakon anhand der Außenstola, beim Priester durch Außenstola und farbiges Kastelteil gegeben. Gerade diese “neue Kasel”, die halbtransparent unter dem Skapulier liegt, stellt eine interessante Weiterentwicklung bisheriger Ansätze dar.

Die Außenstolen für Priester und Diakone können auch in liturgiescher Farbe genommen werden, zeigen jedoch in “allfarbigem” Weiß deutlicher den jeweiligen Dienst.